Felix "Stinker" - ich werde ihn nie vergessen ...

[Felix - Barbaras Hund - 13.1.1990-24.12.2003]
Am 24. Dezember 2003 hat uns Felix verlassen!
Felix war ein besonderer Hund und er hat sich einen besonderen Tag dafür
ausgesucht!
Kurz beschrieben - er war:
- treu
- lieb
- immer für einen da, wenn es einem schlecht ging
- leicht bestechlich
- leicht verfressen
- immer etwas faul
- ein Sturschädl - wenn er etwas nicht wollte, dann wurde es nicht getan - und
genau das machte ihn liebenswert!
- ein guter Schauspieler - er konnte damit alle Herzen erweichen
- liebesbedürftig (24 Stunden Dauerstreicheln wäre für Felix überhaupt kein Problem
gewesen)
Als ich Felix kennengelernt habe, war er ganze 7 Jahre alt. Und er, der Mann im
Haus, mußte auf einmal mit einem Eindringling (sprich mit mir) sein Revier
teilen.
Es war für beide ziemlich schwer. Felix der kleine Sturschädl und ich (der
große Sturschädl) - der sich immer schon vor Hunden gefurchten hatte.
Aber alles klappte - wir haben uns zusammengerauft und wurden sehr gute Freunde.
Ich wurde sein Futtergeber und seine Gassigehbegleitperson.
Es soll sogar mal vorgekommen sein, daß er sein Abendmahl - es waren die
Überreste eines Hühnerjungen (zumindest die Leber) von einer Hendlsuppe - mit mir geteilt hat. Es war
sicher nicht wirklich freiwillig - kann jeder bestätigen, der Felix gekannt hatte.
Das wurde aber schnell unterbunden - als es das nächste Mal eine Lieferung für
Felix gab, wurde von Barbaras Mutter ein Stück rohes Fleisch auf das
Hühnerjunge gelegt - also blieb somit Felix alles.
Er hatte auch einen ausgeprägten Beschützerinstinkt. Das bewies er immer
wieder. ZB.: als ich bei max.mobil. im Call-Center Nachtschicht hatte und
zeitig in der Früh nachhause kam, durfte ich erst zu Barbara ins Bett, als sie
munter war und es erlaubte.
Ich kann mich auch noch gut erinnern, als Amelie (Barbaras Nichte) zur Welt kam
und einige Monate später während eines Besuches bei Barbaras Mutter ihr
Mittagsschläfchen in Barbaras Wohnung (diese war einen Stock höher) machen
sollte. Jedoch ging das Einschlafen nicht so leicht und es wurde viel geweint. Da
schritt Felix sofort ein und hat Amelie so sehr beschützt, daß wir fast nicht
ins Bett zu ihr durften.
Das war auch der Beginn einer dicken Freundschaft zwischen Amelie und Felix.
Amelie durfte mit Felix wirklich alles machen. Sie sprach mit ihm, wie mit uns -
und man wußte, Felix verstand sie.
Auch mit Max (Barbaras Neffe) verstand Felix sich sehr gut - hier wurden immer
wieder Lauftrainings am Liesingbach veranstaltet. Beide hielten sich sehr
Tapfer!
Auch meinen zwei Angsthasen, Bianca und Marcel (Nichte und Neffe) hat er
gezeigt, daß man vor ihm keine Angst haben braucht. Nach anfänglichem Zögern
wurde auch gestreichelt und immer wieder nach ihm gefragt.
Noch zu erwähnen sind natürlich seine vielen Hundefreunde und -freundinnen.
Auch hier war Felix allseits sehr beliebt.
Jessy und Nicky von der Davidgasse. Und als Barbara und ich nach Oberlaa gezogen
sind, waren seine Freunde nicht mehr überschaubar :-) Liebster Gassigehfreund
war Wutz. Und dann Gastone, Lala, Cherry, ... und viele mehr.
Ich gebe ehrlich zu. Früher habe ich mir auch immer gedacht. Was tun sich die
Leute da an - es ist ja nur ein Hund - also ein Tier!
Aber ich habe meine Meinung voll und ganz geändert. Man weiß das aber erst,
wenn man so ein Tier hatte.
Wir können auf jeden Fall sagen, daß es Felix bei uns immer gut hatte.
Barbara, ihre Familie und anschließend 6 Jahre lang auch ich, waren für Felix
immer da und haben ihm ein schönes Hundeleben geboten.
Jedoch haben wir vor ca. 1 1/2 Jahren erfahren, daß Felix einen Tumor auf der
Milz hat. Aufgrund seines damaligen Alters und da wir wußten, daß Felix ein
schwaches Herz hatte, sahen wir von einer Operation ab. War auch die richtige
Entscheidung - wer weiß, was bei der Operation alles passiert wäre.
So konnten wir Felix noch weitere schöne Monate bieten.
Nach der Trennung von Barbara habe ich ihn natürlich nicht vergessen. Und Felix
zeigte mir bei jedem Besuch, daß er mich auch nicht vergessen hat. Das tat sehr
gut!
Am 24. Dezember 2003 bekam ich von Barbara einen Anruf (für den ich Barbara
sehr dankbar bin), daß es Felix nicht gut geht und ich fuhr sofort zu ihr.
Felix ist am Nachmittag zusammen gebrochen und konnte nicht mehr aufstehen. Wir
fuhren sofort in die VetMed Universitätsklink.
Dort wurde sofort alles für Felix getan, jedoch mußte man uns mitteilen, daß
der Tumor aufgeplatzt war.
Nun war es an der Zeit, FÜR FELIX zu entscheiden.
Und Barbara hat das richtige getan!
Wir haben ihm einen schönes Hundeleben gegeben, aber es ist der Zeitpunkt
gekommen, wo es ihm jetzt besser geht ...
Ein großes Dankeschön - er war für uns alle immer da!
Wir haben mit ihm einen der Besten Freunde verloren!